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16.Unesco-Kreativitätsworkshop

" Toys for Rehabilitation " 16.-30.Mai 2010 im Oberbergischen Kreis/Nordrhein-Westfalen

 


           
               

Über die UNESCO-Kreativitätsworkshops

Seit 1990 werden von Mitarbeitern des Vereins interdisziplinäre Workshops zur Weiterbildung von Designern zum Thema "Rehabilitation" durchgeführt. Daraus hat sich die Reihe der UNESCO-Kreativitätsworkshops "Toys for Children´s Rehabilitation" entwickelt.
20 Teilnehmer (Designer, Pädagogen, Therapeuten und Spielzeugmacher), in der Regel aus 15 Ländern, leben zwei Wochen in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Sie hospitieren bei Kindern und Erwachsenen, lernen die individuellen Probleme, vor allem aber auch die Fähigkeiten und Begabungen kennen. Daraus entstehen neuartige, einfache, leicht herzustellende, sinnvolle Spielzeuge. Die konsequenten Designlösungen haben den Ursprung in den besonderen Bedürfnissen und Anforderungen der Menschen mit Behinderungen. Es entsteht kein "behindertes", sondern einfach gutes Spielzeug: Spielzeug, das die Sinne anregt und therapeutische Funktionen erfüllt. Im Laufe der Zeit entstanden so über 200 innovative Spielzeugideen.
Durch die 15 Kreativitätsworkshops, die der Verein in Zusammenarbeit mit der UNESCO und Partnern vor Ort bislang durchführte, entstand ein internationales Netzwerk. Die Teilnehmer aus aller Welt werden intensiv angeregt zu überlegen, welche Projekte sie zugunsten von Menschen mit Behinderungen in ihrem Heimatland starten könnten. Inzwischen wurden von früheren Teilnehmern eigenständig Netzwerke aufgebaut und - oft mit unserer Unterstützung - Projekte durchgeführt, z.B. in Indien, in Mexiko, in Armenien.


Nächster Workshop in Deutschland

Entwicklung innovativer Spielmittel für Menschen mit besonderem Hilfebedarf
Der 16. interdisziplinäre UNESCO-Kreativitätsworkshop in Deutschland findet vom 16. bis 30. Mai 2010 nahe Köln im Oberbergischen Land, Deutschland, statt.
Die Teilnehmer werden zwei Wochen lang in engem Kontakt mit Menschen mit Behinderung in Wiehl, Gummersbach und Umgebung leben. Sie entwickeln gemeinsam mit den Kindern und Erwachsenen völlig neue Spielmittel, die zum Spielen herausfordern und zudem noch therapeutische Zwecke erfüllen. Ziel ist es, erfahrenen Fachleuten die Chance zu geben, aktiv für Menschen mit besonderem Hilfebedarf tätig zu werden. Sie lernen direkt und praktisch von deren Fähigkeiten und Bedürfnissen und erhalten so Anregungen, die Nutzer auch künftig als gleichberechtigte Partner im Entwicklungsprozess zu sehen.
Die Veranstaltung besteht aus drei Teilen: dem Symposium, dem Workshop und der Ausstellung der Ergebnisse.


Bewerbungen um die Teilnahme

DesignerInnen, TherapeutInnen, Spielzeugfachleute, RehabilitationspädagogInnen, ErzieherInnen, ArchitektInnen, Menschen mit besonderem Hilfebedarf und StudentInnen können sich bewerben. Die Unterlagen in englischer bzw. in deutscher Sprache können hier heruntergeladen werden.


Ausschreibung (deutsch)

Ausschreibung (englisch)

 

 
   

         

Eindrücke aus früheren Workshops


Italien

Der unter der Schirmherrschaft der deutschen und der italienischen UNESCO-Kommissionen stehende Workshop 2008 in Turin fügte sich in einen Reigen von Aktivitäten ein, mit denen sich die Stadt als „World Design Capital 2008“ repräsentierte. Gemeinsam mit der Fondazione Paideia wurde der 15. UNESCO-Kreativitätsworkshop mit dem Titel „GiocoDesignDisabilità“ („SpielDesignBehinderung“) veranstaltet, um die komplexe Bedeutung von Design in unserer Umwelt und unserem sozialen Leben hervorzuheben. Während eines öffentlichen Symposiums zu Beginn des Workshops setzten sich internationale Fachleute mit unterschiedlichen Aspekten des Themas auseinander. An den folgenden Tagen besuchten die 20 DesignerInnen, SpielzeugmacherInnen und TherapeutInnen aus 17 Ländern verschiedene Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen und ließen sich dadurch zu neuen Spielzeugideen anregen. Ergebnis dieses internationalen und interdisziplinären Austauschs waren 32 Modelle, von denen Prototypen hergestellt wurden, die derzeit in Einrichtungen in Berlin und in Turin erprobt werden. In einem vom italienischen Staatsfernsehen RAI gedrehten Film über den Workshop werden einige von ihnen vorgestellt.

 

Deutschland

Unter dem Titel „Spielkulturen“ fand 2006 der 14. UNESCO-Kreativitätsworkshop in den Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in Bielefeld statt. Hierfür kamen 23 TeilnehmerInnen und vier TutorInnen aus 14 Ländern zusammen, um neue Spielmittel zu entwickeln. Da in diesem Workshop nicht nur Spielmittel für Kinder, sondern auch für erwachsene Menschen mit besonderen Bedürfnissen entwickelt wurden, stellte dieser Workshop spezielle Herausforderungen an die Spielzeugentwickler, die diese überzeugend lösten. 52 neu entwickelte Spielmittel in neun Arbeitstagen sprechen für sich.
Nach zwei Symposiumstagen begann die Hospitation der TeilnehmerInnen in den verschiedenen Einrichtungen Bethels. Dieser Tag hat die Arbeiten geprägt. Vor allem für die DesignerInnen war es eine neue Erfahrung, dass der Mensch, für den das Spielmittel entworfen wurde, an erster Stelle stand. Die regelmäßige Rücksprache mit den TherapeutInnen sowie das wiederholte Testen der Entwürfe und Modelle mit den zukünftigen NutzerInnen trug dazu bei, dass die entstandenen Spielmittel als gelungen, brauchbar und wertvoll erachtet werden können.
Während des gesamten Prozesses standen die TeilnehmerInnen in regem Austausch miteinander. Mit ihren Fachkenntnissen in den unterschiedlichen Bereichen unterstützten sie sich gegenseitig. Die Atmosphäre war neben der Ernsthaftigkeit und der Intensität, mit der gearbeitet wurde, von viel Humor geprägt. Obwohl der Altersunterschied enorm war und viele verschiedene Nationalitäten und Mentalitäten aufeinander trafen, war es eine sehr harmonische Gruppe, in der sich alle gegenseitig respektierten. Im Anschluss an den Workshop wurden die Eindrücke und Ergebnisse in dem Buch „Spielkulturen“ veröffentlicht. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit dem Bertelsmann–Verlagshaus und Designausbildungsstätten und stellt die WorkshopteilnehmerInnen und lädt durch Bauanleitungen zum Nachbau ein.

 

Armenien

Samvel Badhdasaryan vom National Center of Aesthetics Jerewan war der Initiator des 2005 in Armenien durchgeführten Workshops. Er hatte bereits zuvor selbst zwei Mal an unseren Kreativitätsworkshops teilgenommen, weitere armenische Designer zur Teilnahme entsandt und auf seine Anregung hin wurde ein Spielzeuglabor am National Center of Aesthetics eingerichtet sowie Weiterbildungen für ErzieherInnen in Armenien durchgeführt. Allmählich wurde in Armenien ein Netzwerk von Institutionen und Personen aufgebaut, die sich mit der Anwendung von Spielzeugdesign für die Integration von Menschen mit Behinderung befassen. Die 18 TeilnehmerInnen und TutorInnen für den Workshop kamen aus 11 Ländern und waren von Beruf DesignerInnen, TherapeutInnen, PädagogInnen und KünstlerInnen. Zu Beginn hospitierten sie in vier Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen in Jerewan und machten die dabei gewonnenen Erfahrungen zum Ausgangspunkt für ihre Entwurfsarbeit. In der Abschlussausstellung wurden 24 neue Spielzeuge vorgestellt. Viele davon sind sehr interessant, einige sogar innovativ. Die Neuentwicklungen wurden gleich vor Ort als Prototypen hergestellt und von den Kindern erprobt.

 

China

Im März 2003 fand im Bambus-Museum der Stadt Anji der 12. UNESCO-Kreativitätsworkshop statt, der gemeinsam mit der Spielzeugfirma „Happy Arts & Crafts (Ningbo) Co., Ltd.“ und der Nationalen UNESCO-Kommission Chinas veranstaltet wurde. Anji ist ein Zentrum der Bambus-Verarbeitung und so war es nur folgerichtig, dieses besondere Material zu einem Schwerpunkt dieses Workshops zu machen. Die aus aller Welt angereisten TeilnehmerInnen entwickelten in engem Austausch mit Kindern mit Behinderung mehrere Spielzeugideen und Vormodelle, deren Prototypen dann zusammen mit Handwerkern vor Ort hergestellt wurden. In der Abschlussausstellung wurden der Öffentlichkeit 37 Neuentwicklungen vorgestellt. Über 400 Gäste besuchten die Ausstellung, darunter der Stellvertretende Provinzgouverneur, hochrangige Repräsentanten der UNESCO aus China und Deutschland und auch Vertreter der Bambuswirtschaft. Bedürfnisse und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung wurden den WorkshopteilnehmerInnen, der chinesischen Öffentlichkeit und auch der Spielzeugindustrie nahe gebracht. Gleichzeitig wurden Möglichkeiten für den Einsatz des schnell nachwachsenden Rohstoffs Bambus anstelle von Holz aufgezeigt und somit ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung entsprechend der Klimaschutzkonferenz von Johannesburg geleistet.

 

 

 


 
               

Ablauf der UNESCO-Kreativitätsworkshops

Wie in den vergangenen Jahre entwickelten DesignerInnen, PädagogenInnen, TherapeutenInnen und ArchitektInnen Spielzeuglösungen, in diesem Workshop zum Thema Bambus. In Interaktion mit Kindern, nach Hospitationen und Kreativsitzungen wurden erste Spielzeugideen bzw. Vormodelle entwickelt. Innerhalb des 2-wöchigen Workshops wurden dann die Prototypen zusammen mit Handwerkern vor Ort hergestellt. In der Ausstellung am Workshopende wurden von den 20 Teilnehmern 37 Neuentwicklungen der Öffentlickkeit vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

           

 

 

 

             


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