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Mütter und Väter in Haft - und die Kinder?
Mit unseren Projekten und Angeboten leisten wir seit Jahren einen Beitrag zur Angehörigenarbeit im Berliner Justizvollzug. Am Anfang stand die Frage: Wie geht es Kindern, deren Mütter im Gefängnis eine Haftstrafe verbüßen? Meist sind sie mit dieser Situation – mit dem Erleben der Ohnmacht der Mutter sowie ihrer eigenen emotionalen Verlassenheit – überfordert. Sie müssen Schuld- und Schamgefühle gegenüber Erwachsenen und Gleichaltrigen aushalten und sind oft mit ihrem Erleben allein. Seltene Besuchsmöglichkeiten sowie mitunter komplizierte Familienstrukturen können dazu führen, dass Kinder sich von ihren Müttern – oder auch Vätern – entfremden oder von ihnen entfremdet werden. Hier setzen wir mit unseren Projekten an und schaffen Möglichkeiten des Kontakts und der Begegnung.
Eltern bleiben - Kind sein dürfen
Was inhaftierte Eltern ihren Kindern geben können – in Verbindung bleiben durch Spiel, Spielzeugbau und Angebote der Begegnung
Seit Oktober 2025 fördert die LOTTO-Stiftung Berlin mit diesem Projekt unsere soziale Arbeit in diesem Bereich. Wir können nun wieder verschiedene Veranstaltungen und Aktionen für inhaftierte Eltern und ihre Kinder anbieten, so z.B. eine Spielzeugwerkstatt für inhaftierte Mütter der Berliner Justizvollzugsanstalt (JVA) für Frauen, bei der die Teilnehmerinnen Gegenstände anfertigen, die sie später, meist während der regulären Besuchszeit, ihren Kindern schenken können, oder gemeinsame Spielzeugbau-Workshops für Eltern und Kinder in oder außerhalb der JVAen. Wir geben so den Müttern und Vätern die Möglichkeit, sich als aktive Eltern zu erleben, die ihren Kindern etwas geben können – wie andere Eltern auch. Und für die Kinder ist das ein Zeichen, dass ihre Eltern an sie denken und, so gut sie können, für sie da sind. Während des 3-jährigen Projekts entwickeln wir die Angebote in Kooperation mit der Berliner Senatsverwaltung für Justiz und den JVAen weiter.
Vorder- und Rückseite unserer Visitenkarte:


Seit 2025 wird unsere Arbeit nicht mehr von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz inanziert.
Unser Projekt stand - wie so viele andere soziale Angebote - auf der Kürzungsliste des Berliner Senats. Wir wollten uns jedoch weiterhin für Kinder inhaftierter Personen engagieren und haben nach neuen Möglichkeiten der Förderung gesucht...
Abgeschlossene Projekte:
Hafträume und Kinderzimmer
Unter diesem Titel machten wir von 2018 - 2024 Spiel- und Spielzeugbauangebote für inhaftierte Mütter und ihre Kinder in der Berliner Justizvollzugsanstalt (JVA) für Frauen, insbesondere Spielzeugbau-Workshops, in denen sie Gegenstände anfertigen, die sie später ihren Kindern schenken konnten. 2024 kamen Vater-Kind-Projekttage hinzu, bei denen Kinder gemeinsam mit ihren inhaftierten Vätern einfache Spielzeuge selbst bauen können, z.B. in unserer Werkstatt oder in der JVA des Offenen Vollzugs Berlin.
Getrennt und gemeinsam
Mit dem Projekt, das von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin von 2021-2024 gefördert wurde, konnten wir die Angehörigenarbeit im Berliner Justizvollzug weiter intensivieren. Ziel war es, Krisen und Entfremdungsphasen zwischen Eltern und Kindern vorzubeugen. Schwerpunkte der Angebote waren wieder Spiel und Spielzeugbau, Stärkung und Unterstützung der inhaftierten Eltern in ihrer Mutter- bzw. Vaterrolle und, wenn möglich, das Angebot gemeinsamer Eltern-Kind-Veranstaltungen.
Seit 2022 gehörte zu unseren Angeboten das Video-Projekt "Ein Spielzeug für mein Kind". Inhaftierte Eltern konnten bei wöchentlichen Treffen ein komplexes Spielzeug bauen, wurden, wenn sie wollten, währenddessen gefilmt und konnten am Ende eine Videobotschaft an ihre Kinder gemeinsam mit uns aufnehmen. Die Spielzeuge und die Videos wurden im Anschluss an die Kinder versandt oder übergeben. Unsere Partner waren die JVA für Frauen in Berlin, die JVA des Offenen Vollzugs für männliche Inhaftierte sowie die JVA Plötzensee.
Besuchszeit
- Erprobung und Aufbau neuer Angebote für Kinder mit straffällig gewordenen Eltern
- 2018 - 2021
- Förderung durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Mit diesem Projekt wollten wir verschiedene, neue Gruppenangebote für Eltern und ihre Kinder ausprobieren und etablieren, bei denen gemeinsam gespielt und gewerkelt werden kann. Leider machte die Corona-Pandemie die Umsetzung nicht wie geplant möglich. So haben wir vor allem den Kontakt der inhaftierten Eltern zu ihren Kindern im Blick gehabt und sie mit unseren Möglichkeiten dabei unterstützt, die Verbindung aufrechtzuerhalten. Das wichtigste Element des Projekts: Spielzeuge bauen, die an die Kinder verschenkt werden können. Wir haben außerdem eine "Spielzeugwerkstatt" mit Vätern in der JVA Plötzensee ins Leben gerufen und während der Lockdown-Phasen Materialien für Mütter und Väter bereitgestellt, mit denen sie sich spielerisch beschäftigen und die sie an ihre Kinder weitergeben konnten.
Das Leben geht weiter
- Spiel, Spielzeugbau und soziale Begegnung für inhaftierte Frauen und ihre Kinder
- 2012 - 2015
- Förderung durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Unsere Broschüre zum Projekt können Sie unter unserer Kontaktadresse bestellen.
Verlieren & gewinnen
- Spiel und soziale Begegnung für Kinder inhaftierter Frauen
- 2009 - 2012
- Förderung durch die Stiftung Deutsches Hilfswerk / ARD Fernsehlotterie
Verlieren & gewinnen war unser erstes Projekt zum Thema "Haft und Familie". Wir sammelten vor allem Erfahrungen mit einer Spiel-Gruppe für Mütter aus dem offenen Strafvollzug und deren Kinder, die sich über mehrere Wochen hinweg in der Ludothek unseres Vereins trafen.
Basteln mit Kindern in der JVA:

Spielzeugbau - Geschenke für die Kinder:
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Bau von Sorgenpüppchen:

Sorgenpüppchen-Vielfalt:
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Broschüre zum Projekt:
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